Zurück aus Kalamaki – Herbst 2017



Sonnenuntergang in Kalamaki

Nachdem unser Herbsturlaub 2017 in Kalamaki nun seit einigen Tagen vorbei ist, wird es Zeit, wenn schon nicht für einen ausgiebigen Reisebericht, so zumindest für ein kleines Fazit und Update.

Die Reisezeit

Die Reisezeit Anfang bis Ende Oktober war für uns (!) dieses Mal ideal, hatten wir doch auch schon Zeiten, wo es uns für Aktivitäten einfach zu warm war. Dieses Jahr war absolut angenehm tagsüber und abends war teils schon eine Fleecejacke sehr angebracht. Wir fanden es großartig, für Badetouristen, die wir nicht sind, wird es aber teils tatsächlich schon etwas frisch gewesen sein, speziell, wenn es dabei windig war.

Für Oktober war es auch sehr, sehr voll in der gesamten Gegend, was natürlich mit den teils sehr späten Herbstferien und auch dem Ausfall der Türkei als Reiseziel zu tun haben dürfte. Schön für vom Tourismus Abhängigen in der Gegend, dass da zumindest noch etwas Geld in die Kassen kam.

Die Umgebung

Die gesamte Gegend „brummt“. Überall entstehen neue Vermietobjekte in Form von Apartments und Villen, bevorzugt aus dem eher hochpreisigen Segment. Selbst in Kalamaki ist es kein Problem mehr, mehr als 250 Euro pro Nacht für eine Unterkunft auszugeben.

Persönlich zweifle ich daran, ob diese Entwicklung zielführend ist, vor allem, weil in der doch eher trockenen Gegend nun wirklich fast jede neue Unterkunft über einen Pool verfügt. Aber auch, weil sich die gehobene Preisgestaltung langfristig sicherlich sowohl auf das Publikum als auch das sonstige Angebot wie Tavernen auswirken wird.  

Aber lassen wir uns überraschen, solange wir es uns leisten können und die Gegend nicht komplett zersiedelt ist, wie wir es leider an unserem zweiten Lieblingsziel in Portugal vor etlichen Jahren verfolgen konnten, kommen wir wieder. 🙂 

Der Mietwagen

Der Mietwagen stammte wie in letzter Zeit immer von The Best in Heraklion und wir haben ihn natürlich ebenso wie immer direkt am Flughafen übernommen und abgegeben. Wir waren wie immer hoch zufrieden und empfehlen The Best Car Rentals ausdrücklich weiter. Wer bei einer Anmietung dort etwas sparen möchte, für den haben wir hier einen Rabatt-Code von 5% für die nächste Anmietung.

Mit The Best auf dem Weg nach Koudouma

Die Unterkunft

Gewohnt haben wir ebenfalls wieder an bewährter Stelle, im Hotel Aglaia etwas entfernt hinter dem Strand von Kalamaki gelegen. Da sich auch hier nichts entscheidend geändert hat, verlinke ich hier mal unseren älteren Bericht dazu.

Essen & Trinken

Wie üblich, hier eine Aufzählung, wo wir uns wohl gefühlt haben, da ich kein Freund negativer Berichterstattung bin, da jeder mal einen schlechten Tag (oder ein schlechtes Jahr) haben kann und außerdem dazu die Geschmäcker viel zu verschieden sind…

  • Hervorragend wie immer war es bei „Athivoles tou kara“ am Dorfplatz von Kalamaki, hier haben wir diverse Abende lecker gegessen und wurden nie enttäuscht. Unser Abschiedsessen, Ziege in Tomatensauce mit Spaghetti, habe ich heute noch geschmacklich auf der Zunge. 😉 
  • Auch bei Aristides waren wir wieder mehrfach und es war immer gut & günstig.
  • Nach etlichen Jahren waren wir mal wieder bei „Delfinia“ essen und waren positiv überrascht. Das werden wir nun öfter machen.
  • Richtig toll war auch in diesem Jahr „Chrisopigi“ in Kamilari, direkt am Abzweig nach Kalamaki. Abwechslungsreiche kretische/griechische Küche mit pfiffigen Interpretationen. Wer die Chance hat, sollte unbedingt auch zur gelegentlich stattfindenden Live-Musik gehen! Sehr angenehme Künstler-Auswahl mit toller Musik in perfekter Atmosphäre.
  • Ebenso bewährte Qualität (und das seit Jahrzehnten) fanden wir in der Pizzeria „Ariadni“ in Kamilari. Definitiv eine der besten Pizzerien nicht nur in Griechenland. Und die Stimmung im fast nur mit Kerzen erleuchteten Gast-Raum (eher Gast-Garten) ist natürlich sowieso toll.
  • Absolute Essens-Überraschung und sicher auf einer unserer anderen Webseiten in den kommenden Tagen noch einen einzelnen Artikel wert: „Georges Yard“ in Matala. Ich möchte es mal so sagen: Der Laden bekommt sowohl bei Google als auch bei Tripadvisor und Facebook überall nur 5-Sterne-Bewertungen und das vollkommen zu Recht! Absolut fantastisches Essen weit jenseits von typischer Tavernenkost; frische, inspirierte griechische Küche mit vielen guten Ideen und köstlichen Kombinationen. Empfehlung: Lamm im Filoteig! Ach was, einfach alles!

Lamm im Filoteig, Georges Yard, Matala

  • Lecker (und viel zu günstig) ist das Special-Frühstück bei „Paradise“ in Kalamaki. Aber auch für einen Drink (z.B. Rakito ;-)) tagsüber oder abends ist es bei Michalis immer angenehm.

Und sonst…

Tja, und sonst… Da wir vor Ort mittlerweile etliche Freunde und Bekannte haben, gab es viele kleine Treffen zum Trinken, Essen oder einfach nur beisammen sitzen. Größere Treffen, speziell in Verbindung mit unseren FB-Gruppen, machen wir grundsätzlich nicht mehr, da es dort einfach zu voll wird und man damit niemandem gerecht werden kann, da einfach keine Möglichkeit besteht, sich sinnvoll mit Dutzenden Menschen zu unterhalten.

Ausflüge haben wir diesmal kaum gemacht, und dabei auch fast nur bekannte Ziele angefahren…

  • Moni Odigitrias und Agiofarango – Moni Odigitrias hatten wir lange nicht mehr besucht, es ist einfach ein nettes kleines Kloster mit stimmiger Atmosphäre und einigen schönen Foto-Motiven. In der Agiofarango wollten wir uns auch unbedingt mal die letzte Snackbar vor Libyen ansehen, „Kuna Muta„. Dort gab es erstaunlich leckere Hot Dogs; dass wir den Mojito nicht probiert haben, ärgert mich dagegen heute noch. 🙂 

Moni Odigitrias

Kuna Muta in der Agiofarango

  • Moni Koudouma – speziell die Anfahrt zu diesem Kloster ist schon etwas besonderes, fährt man dabei doch durch herrliche Kiefernwälder auf der Südseite der Asterousia-Berge, aber auch das Kloster selbst ist sehenswert. Da man dort oft ganz alleine ist, empfiehlt es sich dringend, ein Picknick mitzunehmen. Der kleine Kiosk vor Ort hat wirklich nur in der Hochsaison geöffnet und verkauft auch dann fast nur Getränke und abgepackte Snacks.

Moni Koudouma

  • Katharo-Hochebene – zum ersten Mal haben wir uns mal die Katharo-Hochebene angeguckt. Landschaftlich eine tolle Gegend, speziell auch im Herbst mit proppevoll hängenden Obstbäumen und tollen Farbspielen im bunt werdenden Laub.  Und auch eine wirklich riesige, hohle Eiche findet sich dort…

Riesige Eiche auf der Katharo-Hochebene

Ansonsten waren wir natürlich noch in den Dörfern der Gegend unterwegs, mal auf dem Markt in Mires, mal zum Pita-Essen in Tymbaki oder auch zum Äppelwoi in Agia Galini, aber das ist eine ganz andere Geschichte…

Fazit und Ausblick

Es war wie immer schön und trotz der drei Wochen eigentlich auch irgendwie zu kurz. Aber das Gefühl hat man ja immer. 🙂 

Für uns geht es im Jahr 2018 tatsächlich sogar drei Mal in die Gegend rund um Kalamaki.

Im Februar werden wir den Ort (fast) ganz für uns alleine haben, da wir mal die Möglichkeiten für Winter-Tourismus in der Gegend ausprobieren möchten, eine gute Möglichkeit gibt uns dazu das „Finikas“ von Kalamaki Holidays, da es über eine Zentralheizung verfügt. Ein ausführlicher Bericht folgt dann auf diesen Seiten.

Im Juni werden wir zuerst ein paar Tage im Nordwesten Kretas verbringen und dann noch für eineinhalb Wochen nach Kalamaki kommen; nein, ausdrücklich nicht zum Matala-Festival. 🙂 

Den Abschluss der Reisesaison 2018 bildet dann für uns ein Aufenthalt in Kamilari im Oktober 2018, weil wir uns auch einmal das abendliche Leben dort in Ruhe angucken wollen.

Ich finde, mit dieser Perspektive lässt es sich ganz gut leben…

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